Schachklub Wernau e.V.

Aktuelles


Bezirksliga Neckar/Fils: Wernau schlägt Esslingen 5:3

Wernaus Gerhard Pietrek siegte gegen Esslingen
im Schnelldurchgang

17.02.2020. Spannend verlief das Kellerduell in der Bezirksliga zwischen Wernau II und Esslingen II. Mit Marco Fiala ging es schnell zu Ende, es folgte ein Unentschieden von Peter Trautmann. Überragend spielte wieder einmal Gerhard Pietrek. Wernaus Senior, er wird im März 84 Jahre alt, überrollte seinen Esslinger Vornamensvetter Gerhard Limley. Christoph Koch machte es weniger gut, er verlor im 39. Zug nach Zeit. Hätte er noch einen Zug geschafft, wäre ihm auf der Schachuhr eine weitere halbe Stunde gutgeschrieben worden. Anschließenden sahen die Zuschauer bei Fahri Yildiz ein schönes Turmopfer, das ihm einen Matt-Angriff einbrachte. Sieg und Ausgleich zum 2,5:2,5. Willy Petkof brachte Wernau erstmals in Führung, mit dem Remis von Meinhard Matzeit stand es 4:3. Nun musste am Spitzenbrett die Entscheidung fallen. Wernaus Cahit Yildiz stand gegen Jens-Peter Schulz in einem Endspiel mit Turm und Läufer auf Verlust. In Zeitnot verpasste es der Esslinger aber, mit seinem Läufer den gegnerischen Turm vom Spielgeschehen abzuschneiden. Danach hätte er seinen Freibauern in eine Dame verwandeln und locker gewinnen können. In seiner Verzweiflung stellte sich der Gästespieler aber so ungeschickt an, dass er mit dem König ins Eck marschierte und sich mattsetzen ließ! Ergebnis: 5:3 für Wernau - und die rote Laterne geht an Esslingen II über.






Hagen Stegmüller


Wernau verliert ersatzgeschwächt

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Der Wernauer Axel Naumann führt mit 6,5 Punkten
aus 7 Spielen die Einzel-Rangliste der Verbandsliga Württemberg an

10.02.2020. Der Schachklub Wernau hat in der Verbandsliga gegen Jedesheim II mit 3:5 verloren. Gegen den Tabellenletzten aus Illertissen (Bayern), der schachlich zu Württemberg zählt, gewann als einziger Wernauer Josef Gheng am Spitzenbrett. Trotz ungleichfarbiger Läufer rang er seinen Gegner in einem zähen Endspiel nieder. Axel Naumann holte kampflos einen vollen Punkt. Remis spielte wie gewohnt Wilhelm Haas. Das gleiche Ergebnis brachte Frank Wiesner nach Hause, obwohl er einen Turm für einen Läufer geben musste. Hier zeigten sich wieder einmal seine Kämpfer-Qualitäten.. Wernau trat stark ersatzgeschwächt an. Das machte sich an den hinteren Brettern bemerkbar. Dort verloren Serkan Yildiz, Cahit Yildiz und Fahri Yildiz. Auch Oliver Boceck holte sich seine zweite Null in dieser Saison ab.



Wernau III gewinnt 7:1 gegen schlappen Gegner

Für den Dicken Turm Esslingen wäre es wohl besser, eine Mannschaft abzumelden. Gegen Wernau III trat Esslingens vierte Mannschaft nur mit fünf Mann an. So gingen drei Partien kampflos an Wernau. Paul Feller, Silas Ebert und Berkay Yildiz waren sonntagmorgens umsonst aufgestanden und hatten keine Gegner. Am Brett gewannen Kevin Gavagan, Oliver Haber und Daniel Sigler. Dazu kamen zwei Remis von Peter Trautmann und Tom Gavagan.






Hagen Stegmüller


Schachklub trauert um Leonhard Kowatsch

leonhard
Leonhard Kowatsch mit seiner Frau Maria im
Jahr 2014. Da wurde im Schachklub sein 90. Geburtstag gefeiert.

27.01.2020. Der Schachklub Wernau hat Abschied genommen von Leonhard Kowatsch. Das älteste Klubmitglied starb kurz vor seinem 96. Geburtstag zuhause in seinem Häuschen in der Wiedenhalde.
Als Ungarndeutscher wurde Leonhard nach dem Krieg nach Sibirien verbannt. Kälte, Hunger, harte Arbeit - jeden Tag musste er ums Überleben kämpfen. Diese Zeit, über die er zwei Bücher geschrieben hat, prägte ihn. 1958 flüchtete er mit seiner Frau Maria und den beiden Töchtern über die DDR in den Westen. So kam er nach Wernau und zum Schachklub, dem er sechs Jahrzehnte die Treue hielt.
Von den Schachklub-Kameraden wurde Leonhard Kowatsch uneingeschränkt bewundert. Zum einen für seine unglaubliche Lebensleistung, zum anderen für seine Vitalität bis ins hohe Alter. Noch mit 86 Jahren trat der zweifache Vereinsmeister (1971 und 1974) in Verbandsspielen an. Als es bei einem Auswärtsspiel in Uhingen einmal zu einem Disput kam, war Leonhard plötzlich verschwunden. Wie sich später herausstellte, war er die 15 Kilometer nach Hause gelaufen.
Wenn freitagabends um 20 Uhr das Schachtraining begann, stand Leonhard immer als Erster vor dem alten Rathaus. Zu den Verbandsspielen sonntags kam er auch gern zum Zuschauen, stets korrekt gekleidet in Anzug und Krawatte. Gegen 12 Uhr stieß sein Freund Paul Boceck hinzu, mit dem er bis in den späten Nachmittag eine Partie nach der anderen spielte.
Wenn Leonhard gebraucht wurde, war er zur Stelle. Zusammen mit Norbert Flennert baute Leonhard in den Schachklub eine Holzdecke ein - da war er auch schon über 80. Der Abschied von unserem verehrten Leonhard fällt uns schwer, trotz der Gewissheit, dass er ein langes und letztlich erfülltes Leben hatte. Wir werden ihn sehr vermissen.






Hagen Stegmüller


Wernau spielt nur zu siebt

wilhelm
Ex-Bundesligaspieler Wilhelm Haas verlor
erstmals in seiner Karriere nach Zeit

20.01.2020. Erstmals nach zwölf Jahren trat der Schachklub Wernau zu einem Verbandsspiel nicht vollzählig an. Zum Verbandsligaspiel gegen Mengen (4:4) tauchte Marian Taras trotz Absprache nicht auf. So lag Wernau nach einer halben Stunde Wartezeit mit 0:1 zurück. Nach einer weiteren Niederlage von Oliver Boceck (zu passiv gespielt) schlugen die Hausherren zurück. Josef Gheng schoss die gegnerische Verteidigung sturmreif, jagte den nackten König aus seinem Bau heraus. Matt mit Dame, Springer und Läufer!
Kevin Narr glich ebenfalls mit einem feinen Königsangriff zum 2:2 aus. Überragend spielte erneut Axel Naumann. Wernaus Bester (5,5 Punkte aus 6 Spielen) verschaffte seinem Gegner Frank Bauer einen hässlichen Doppelbauern in der Brettmitte, nutzte die Schwäche aus und siegte wie gewohnt.
Dem einen gelingt alles, dem anderen nichts. Carsten Stein (0,5/5) kommt diese Saison nicht in Tritt. Auch mit den weißen Steinen (Eröffnungsvorteil!) erreichte er wieder eine Stellung, in der nur der Gegner das Sagen hat. Unter Druck verlor er in mehreren Etappen einen Turm und gab auf. Hagen Stegmüller rang seinen Gegner, der nur auf Remis bedacht war, in einer nahezu blockierten Stellung mit einem starken Springer nieder. Allerdings verlor Ex-Bundesligaspieler Wilhelm Haas zum ersten Mal in seiner 35-jährigen Verbandsspiel-Karriere ein Spiel nach Zeit. Er suchte in einer Remisstellung nach dem Gewinnzug und merkte nicht, dass auf seiner Schachuhr die letzten Sekunden verrannen. Fassungslosigkeit bei ihm und den Mitspielern!
Immerhin: Mit dem 4:4 verbessert sich Aufsteiger Wernau in der Tabelle auf Rang fünf von zehn Mannschaften.






Hagen Stegmüller


Wernau III unterliegt Plochingen III

kevin_berkay
Kevin Gavagan (vorne rechts) holte für Wernau
ein Remis. Berkay Yildiz

13.01.2020. Im A-Klassen-Spiel traten die Schachfreunde Plochingen nur zu siebt in Wernau an. Trotzdem verlor der SKW mit 3:5. Als einziger Wernauer gelang Stefan Zimmermann ein Sieg am Brett. Es war sein zweiter voller Punkt in Folge. Dazu kam ein kampfloser Sieg von Daniel Sigler an Brett 7. Remis spielten Peter Trautmann und Kevin Gavagan. Niederlagen kassierten Berkay Yildiz, Oliver Haber und Tom Gavagan. Auch der junge Paul Feller musste erstmals aufgeben. Zuvor hatte er viermal in Serie gewonnen.
Mit der Niederlage fällt Wernau auf den sechsten von neun Rängen zurück.
Vorschau Verbandsliga: Wernau - Mengen
Am Sonntag startet die erste Mannschaft des SKW ins neue Jahr. Die Gäste aus Mengen werden um 10 Uhr im Alten Rathaus erwartet. Mengen hat 10.000 Einwohner und zählt gerade noch zum hohenzollerischen Landkreis Sigmaringen. Landschaftlich liegt es eher in Oberschwaben, so sieht es auch der Schachverband Württemberg. Mengen stieg vergangenes Jahr als Meister der Landesliga Oberschwaben in die Verbandsliga auf. Momentan steht Mengen auf dem vorletzten Platz, allerdings haben die Gästespieler auch schon den Drittplatzierten Weiße Dame Ulm geschlagen.







Hagen Stegmüller


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