Schachklub Wernau e.V.

Aktuelles


Saison wird im September fortgesetzt

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Carsten Stein beim Verbandsspiel am 19. Januar
gegen Mengen. Die Saison wird am 27. September fortgesetzt.

05.07.2020. Tausende Schachspieler sind seit März ins Internet ausgewichen, um ihrem Hobby nachzugehen. Jetzt kehren die Denksportler zurück ans Brett. Das Präsidium des Schachverbands Württemberg hat beschlossen, dass die unterbrochene Saison zu Ende gespielt wird. Die letzte Runde in der Verbandsliga wurde auf 27. September terminiert. An diesem Tag fährt der Schachklub Wernau zum Tabellenvierten Langenau. Aufsteiger Wernau liegt auf Rang fünf und muss selbst bei einer Niederlage kaum befürchten, noch auf die Abstiegsränge zurückzufallen.
Bei den Wernauer Mannschaften in Bezirks- und Kreisliga ist noch unklar, wann die ausstehenden ein bis zwei Runden nachgeholt werden. Dafür bleibt Zeit bis 18. Oktober. Der Bezirk Neckar/Fils ist nun aufgefordert, einen Spielplan vorzulegen.
Massenturniere mit 100 und mehr Teilnehmern werden vorerst nicht mehr veranstaltet. Die Württembergische Mannschafts-Blitzmeisterschaft wurde deshalb abgesagt. Kleinere Turniere wie die Einzelmeisterschaft im Schnellschach (ca. 40 Teilnehmer) sollen aber stattfinden. Die Spieler werden genügend Abstand halten. Der Veranstalter desinfiziert regelmäßig Tische, Bretter und Figuren.
Eine Woche vor der letzten Verbandsliga-Runde veranstaltet der Schachklub Wernau sein traditionelles Armin-Jatzek-Gedächtnisturnier. Am Samstag, 19. September werden rund 50 Teilnehmer im Quadrium erwartet. Dazu zählen stets auch starke Schachspieler, denen der Weltschachverband die Titel eines Großmeisters oder Internationen Meisters verliehen hat. Beginn um 10 Uhr. Anmeldung unter kontakt@sk-wernau.de.






Hagen Stegmüller


22. Armin-Jatzek-Gedächtnisturnier

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Jens Hirneise (links) ging beim Jatzek-Turnier
schon als Sieger nach Hause

04.06.2020. Zum 22. Mal veranstaltet der Schachklub Wernau das Armin-Jatzek-Gedächtnisturnier. Der Wettbewerb zu Ehren des 1999 verstorbenen SKW-Vorsitzenden beginnt am Samstag, 19. September um 10 Uhr. Dieses Jahr ändert der Schachklub den Modus. Die Teilnehmer treten in Blitz-Duellen mit Hin- und Rückspiel gegeneinander an, die Bedenkzeit beträgt nur fünf Minuten. Insgesamt sind 22 Partien auszutragen. In den vergangenen Jahren hatten die Spieler noch 15 Minuten Bedenkzeit pro Partie (Schnellschach).
Der Schachklub Wernau erwartet zum Turnier mehrere starke Schachspieler aus dem In- und Ausland. Das Preisgeld beträgt 800 Euro, allein der Sieger kann sein Konto mit 250 Euro auffüllen. Sonderpreise werden an die Gewinner der einzelnen Wertungskategorien verteilt.
Teilnehmen kann jeder vom Hobbyspieler bis zum Großmeister. Anmeldung unter kontakt@sk-wernau.de






Hagen Stegmüller


Liga-Orakel sagt SKW Platz 5 voraus

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Axel Naumann ist mit sieben Punkten aus
acht Spielen Wernaus erfolgreichster Spieler in der Verbandsliga

25.05.2020. Der Schachklub Bad Homburg hat ein Computer-Programm erstellt, das für alle deutschen Ligen von der Bundes- bis zur Landesliga den weiteren Saisonverlauf vorhersagt. Dazu wird untersucht, wie gut oder schlecht die einzelnen Spieler bisher gespielt haben, gegen wen sie wahrscheinlich antreten werden und welches Ergebnis (Sieg, Remis, Niederlage) realistisch erscheint. Auf diese Weise kann ein Mannschaftssieg (mindestens 4,5 Punkte), ein Unentschieden (4:4) oder eine Niederlage (höchstens 3,5 Punkte) in Aussicht gestellt werden. Schön für Wernau: Das Liga-Orakel sieht den SKW am Saisonende der Verbandsliga Süd Württemberg auf Platz 5 und damit auf einem gesicherten Mittelfeldplatz.

Der aktuelle Tabellenstand der Verbandsliga Süd mit der Prognose des Liga-Orakels, ob der Platz gehalten oder verbessert wird:
1. Biberach 100%
2. Ulm 100%
3. Pfullingen 17%
4. Langenau 63%
5. Wernau 94%
6. Rangendingen 36%
7. Mengen 30%
8. Jedesheim II 53%
9. Fils/Lauter 78%
10. Ebersbach 100%
Laut Liga-Orakel wird sich auf den ersten beiden Plätzen nichts mehr ändern. Biberach kehrt souverän zurück in die Oberliga. Der Drittplatzierte Pfullingen (17%) wird wohl Boden verlieren, denn er muss in der letzten Runde gegen den designierten Meister antreten. Wernau trifft auf den Tabellennachbarn Langenau und wird den guten Platz dem Orakel zufolge halten, weil der Sechstplatzierte Rangendingen gegen die starken Ulmer schlecht aussehen wird. Für den Siebtplatzierten Mengen sagt das hellsehende Programm sogar einen Absturz voraus. Es geht davon aus, dass der Tabellenletzte Ebersbach die Oberschwaben von den Brettern fegen wird. Diese Prognose ist nur auf den ersten Blick verwunderlich. Ebersbach war bislang ein routinierter Ober- und Verbandsligist mit vielen nominell starken Spielern. Die SF Mengen kannte man bisher als kämpferischen, aber auch etwas glücklichen Aufsteiger. Allerdings käme das Ebersbacher Aufbäumen zu spät, weil in der letzten Runde die Tabellennachbarn Jedesheim und Fils/Lauter aufeinandertreffen. Einer punktet auf jeden Fall, so dass Ebersbach nur noch Platz 8 erreichen kann. Dre Mannschaften steigen sicher ab, vielleicht sogar der Tabellensiebte.







Hagen Stegmüller


SKW-Doktor berät Schachverband

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Dr. Albert Rothmund ist seit 2013 Mitglied
im Schachklub

04.05.2020. Jetzt hilft der Schachklub Wernau mit, Corona mattzusetzen. Der Schachverband Württemberg hat einen medizinischen Beirat gegründet, um die unterbrochene Saison wieder in Schwung zu bringen. Das Gremium soll festlegen, unter welchen hygienischen Bedingungen wieder Turnierschach gespielt werden kann. In den Beirat wurde auch der Wernauer HNO-Arzt Dr. Albert Rothmund (48) berufen. Der Mediziner ist seit 2013 Mitglied im SKW. Nach Studium in Tübingen und Facharztausbildung in Karlsruhe kam er 2006 nach Wernau und schließlich zum Schachklub. Am Schachspiel reizt ihn die Ästhetik und das strategische Denken. ?Schach kennt kein Glück. Wer sich in einer Stellung besser zurechtfindet, gewinnt das Spiel?, sagt Rothmund.
Die Schachspieler in Württemberg hoffen, dass sie ihre Saison ab Mitte Juni zu Ende spielen können. Dazu sollen unter anderem die Figuren vor dem Spiel desinfiziert und die Hände nicht mehr geschüttelt werden. Bisher war das als Zeichen der Partie-Aufgabe oder zur Remis-Übereinkunft ungeschriebenes Gesetz.






Hagen Stegmüller


Schach wird schneller

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Die Schach-Uhr gibt den Takt vor

19.04.2020. Schach ist attraktiver geworden. Das liegt auch an der Bedenkzeit. In den 80er Jahren war es noch möglich, eine Verbandsspiel nach vier Stunden für eine einstündige Mittagspause zu unterbrechen und erst am nachmittags fortzusetzen. Das wurde gern als Druckmittel gegen jüngere Spieler eingesetzt, die am Sonntagnachmittag vielleicht noch ein Ligaspiel im Hand- oder Fußball hatten. So mussten manche Jungen in einer Gewinnstellung widerwillig ins Remis einwilligen.
Ende der 80er Jahre wurden die sogenannten Hängepartien abgeschafft. Nun hatte jeder Spieler für 40 Züge zwei Stunden Zeit. Wer mit diesem Budget auskam, bekam für den Rest der Partie eine weitere Stunde gutgeschrieben. Allerdings war es so möglich, einen Gegner nach sechs Stunden ?über die Zeit zu lupfen?. Wenn kein Schiedsrichter einschritt, konnte ein Spieler mit Zeitvorteil irgendwelche Züge machen, nur um die Bedenkzeit des Gegners gegen null zu treiben.
2015 wurde diese fragwürdige Taktik beendet. Die aktuelle Bedenkzeit-Regel besagt, dass jeder Spieler pro Zug einen Aufschlag von 30 Sekunden bekommt. So kann ein unter Druck geratener Spieler sein Zeitbudget theoretisch ewig erhöhen. Im Gegenzug wurde aber das Zeit-Reservoir für die ersten 40 Züge auf anderthalb Stunden verkürzt.
Tatsächlich müssen Schachspieler und Zuschauer nicht fürchten, dass sich eine Partie zu lange hinzieht. In der Regel zeichnet sich nach spätestens 30 Zügen ab, wer als Sieger vom Brett geht. Partien mit 60 Zügen und mehr sind äußerst selten. Vier Stunden Konzentration sollte ein Verbandsspieler aber schon mitbringen.
Darüber hinaus gibt es Turniere, wo die Spieler für die komplette Partie nur 15 Minuten (Schnellschach) oder 5 Minuten (Blitzschach) zur Verfügung haben. Noch verrückter geht es im Internet zu. Hier werden mitterweile Schach-Duelle mit einer einzigen Minute Bedenkzeit pro Spieler angeboten.






Hagen Stegmüller


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