Schachklub Wernau e.V.

Aktuelles


SKW-Doktor berät Schachverband

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Dr. Albert Rothmund ist seit 2013 Mitglied
im Schachklub

04.05.2020. Jetzt hilft der Schachklub Wernau mit, Corona mattzusetzen. Der Schachverband Württemberg hat einen medizinischen Beirat gegründet, um die unterbrochene Saison wieder in Schwung zu bringen. Das Gremium soll festlegen, unter welchen hygienischen Bedingungen wieder Turnierschach gespielt werden kann. In den Beirat wurde auch der Wernauer HNO-Arzt Dr. Albert Rothmund (48) berufen. Der Mediziner ist seit 2013 Mitglied im SKW. Nach Studium in Tübingen und Facharztausbildung in Karlsruhe kam er 2006 nach Wernau und schließlich zum Schachklub. Am Schachspiel reizt ihn die Ästhetik und das strategische Denken. ?Schach kennt kein Glück. Wer sich in einer Stellung besser zurechtfindet, gewinnt das Spiel?, sagt Rothmund.
Die Schachspieler in Württemberg hoffen, dass sie ihre Saison ab Mitte Juni zu Ende spielen können. Dazu sollen unter anderem die Figuren vor dem Spiel desinfiziert und die Hände nicht mehr geschüttelt werden. Bisher war das als Zeichen der Partie-Aufgabe oder zur Remis-Übereinkunft ungeschriebenes Gesetz.






Hagen Stegmüller


Schach wird schneller

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Die Schach-Uhr gibt den Takt vor

19.04.2020. Schach ist attraktiver geworden. Das liegt auch an der Bedenkzeit. In den 80er Jahren war es noch möglich, eine Verbandsspiel nach vier Stunden für eine einstündige Mittagspause zu unterbrechen und erst am nachmittags fortzusetzen. Das wurde gern als Druckmittel gegen jüngere Spieler eingesetzt, die am Sonntagnachmittag vielleicht noch ein Ligaspiel im Hand- oder Fußball hatten. So mussten manche Jungen in einer Gewinnstellung widerwillig ins Remis einwilligen.
Ende der 80er Jahre wurden die sogenannten Hängepartien abgeschafft. Nun hatte jeder Spieler für 40 Züge zwei Stunden Zeit. Wer mit diesem Budget auskam, bekam für den Rest der Partie eine weitere Stunde gutgeschrieben. Allerdings war es so möglich, einen Gegner nach sechs Stunden ?über die Zeit zu lupfen?. Wenn kein Schiedsrichter einschritt, konnte ein Spieler mit Zeitvorteil irgendwelche Züge machen, nur um die Bedenkzeit des Gegners gegen null zu treiben.
2015 wurde diese fragwürdige Taktik beendet. Die aktuelle Bedenkzeit-Regel besagt, dass jeder Spieler pro Zug einen Aufschlag von 30 Sekunden bekommt. So kann ein unter Druck geratener Spieler sein Zeitbudget theoretisch ewig erhöhen. Im Gegenzug wurde aber das Zeit-Reservoir für die ersten 40 Züge auf anderthalb Stunden verkürzt.
Tatsächlich müssen Schachspieler und Zuschauer nicht fürchten, dass sich eine Partie zu lange hinzieht. In der Regel zeichnet sich nach spätestens 30 Zügen ab, wer als Sieger vom Brett geht. Partien mit 60 Zügen und mehr sind äußerst selten. Vier Stunden Konzentration sollte ein Verbandsspieler aber schon mitbringen.
Darüber hinaus gibt es Turniere, wo die Spieler für die komplette Partie nur 15 Minuten (Schnellschach) oder 5 Minuten (Blitzschach) zur Verfügung haben. Noch verrückter geht es im Internet zu. Hier werden mitterweile Schach-Duelle mit einer einzigen Minute Bedenkzeit pro Spieler angeboten.






Hagen Stegmüller


Wernau behauptet sich in A-Klasse

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Die dritte Mannschaft des SKW

14.04.2020. Die dritte Mannschaft des Schachklubs Wernau zeigt in der A-Klasse (8. Liga) eine ordentliche Leistung. Zwei Runden vor Saisonschluss liegt das Team auf dem fünften Platz und damit gesichert im Mittelfeld. Die Einzelbilanz führt Paul Feller mit fünf Punkten aus sechs Spielen an. Paul ist ein talentierter, ehrgeiziger junger Spieler, der konsequent nach vorne spielt. Er verlor erst eine Partie durch einen Fehlgriff, in allen anderen ließ er seinen Gegnern keine Chance. Weiter so!
Auch der junge Daniel Sigler (4/4) macht seinen Vereinskameraden viel Freude. Sein unbekümmerter Spielstil war bisher stets von Erfolg gekrönt. Mannschaftskapitän Tom Gavagan (3/6) hat eine solide Bilanz, dasselbe gilt für Peter Trautmann (2,5/) am Spitzenbrett.
Der 17-jährige Berkay Yildiz (2/5) spielt oft zu unkonzentriert. So schaffte er nur zwei Remis und einen kampflosen Sieg. Kevin Gavagan (2,5/6) hat sich nach miserablem Start (drei Niederlagen) gefangen und zuletzt zweimal gewonnen.
Stefan Zimmermann (2/3) hat seine Angst vor dem Gewinnen endlich abgelegt. Oliver Haber (2/4) ist schon viele Jahre dabei und zeigte diese Saison aufsteigende Tendenz. Luke Gavagan (0/3) und Charlie Koch (0/2) sammelten bisher nur Spielpraxis. Daneben gingen für Wernau noch Silas Ebert (1/2), Roni Alkan (0,5/1) und Giacomo Corbacio (0/1) an den Start.






Hagen Stegmüller


Cahit Yildiz kämpft wie ein Löwe

cahit
Cahit Yildiz ist für den Schachklub Wernau
unersetzlich

10.04.2020. Die zweite Mannschaft des Schachklubs Wernau hat eine schwache Saison abgeliefert. Eine Runde vor Saisonschluss liegt der SKW auf dem vorletzten Platz. Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga war das Team meistens Kanonenfutter. Allerdings hatten es die einzelnen Wernauer Spieler oft mit nominell deutlich stärkeren Gegnern zu tun. Das liegt aber auch daran, dass der Wernauer Nachwuchs in seiner Leistungsentwicklung stagniert.
Kämpferisch wie ein Löwe präsentierte sich Cahit Yildiz am Spitzenbrett. Er gibt auch in aussichtslos scheinenden Stellungen nie auf, sitzt vier Stunden und länger konzentriert am Brett. So holte er 2,5 Punkte aus sechs Partien und schlug im Spiel gegen RSK Esslingen den 350 Wertungspunkte höher eingestuften Martin Scholl. Auch gegen den Dicken Turm Esslingen II gelang Cahit mit dem Sieg über Jens Peter Schulz (150 Wertungspunkte mehr) ein Coup. Momentan liegt der langgediente Wernauer bei 1653 Wertungspunkten, der so genannten DWZ (Deutsche Wertungs-Zahl). Der 50-Jährige dürfte sich nach Auswertung der Saison stark verbessern. Zum Vergleich: Schach-Weltmeister Magnus Carlsen hat eine Wertungszahl von 2870.
Die jungen Wernauer Spieler waren diese Saison überfordert. Das galt vor allem für Fahri Yildiz (1,5/7) und Marco Fiala (0,5/7). Etwas besser schnitt Christoph Koch (2/6) ab. Meinhard Matzeit (1,5/6) und Gerhard Pietrek (1,5/7) hatten es schwer. Wilhelm Petkof (2/5) hätte am hinteren Brett etwas mehr Punkte sammeln können, packte im richtigen Moment aber nicht ordentlich zu.
Peter Trautmann (1,5/3) sammelte im Mannschaftsvergleich überdurchschnittlich viele Punkte. Stark spielte Oliver Boceck (2/2), jedoch durfte er nur zweimal antreten, weil er auch für die Verbandsliga-Mannschaft gebraucht wurde.
Stefan Zimmermann (1/1) holte in seinem einzigen Einsatz gleich einen vollen Punkt. Kevin und Tom Gavagan (beide 0/1) gingen leer aus.






Hagen Stegmüller


Starke Bilanz der Wernauer Spieler

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Kevin Narr kämpft stundenlang hochkonzentriert

29.03.2020. In der aktuellen Verbandsliga-Saison hat der Schachklub Wernau bereits 14 Spieler eingesetzt. Vier Akteure haben eine sehr gute Bilanz. So führt Axel Naumann die inoffizielle Einzelrangliste aller 117 Verbandslia-Spieler aus zehn Vereinen an. Naumann pflegt einen kontrollierten Angrifsstil, hat so seine Gegner regelmäßig an die Wand gespielt. Der Lohn: Sieben Punkte aus acht Partien!
Absolut Verlass ist auch auf Wernaus Spitzenspieler Josef Gheng (5,5/8). Er sitzt meistens an Brett eins und beginnt seine Partien verhalten, ehe er einen Sturm entfesselt. Spätestens im Endspiel bricht Gheng in die gegnerische Stellung ein und bringt den König zur Strecke. Unheimlich konzentriert und ausdauernd geht Kevin Narr (5/6) seine Begegnungen an. Ihm reicht ein kleiner Stellungsvorteil, um nach viereinhalb Stunden einen Bauern und die Partie zu gewinnen.
Gut läuft es diese Saison auch bei Hagen Stegmüller (4/5). Ähnlich war es zunächst bei Marian Taras, der zweimal gewann und zweimal unentschieden spielte. Doch zum Ligaspiel gegen Mengen tauchte Marian Taras unentschuldigt nicht auf, was seine Bilanz auf drei Punkte aus fünf Partien verschlechterte. Seither hat der SKW nichts mehr von ihm gehört.
Solide und zuverlässig spielt Wilhelm Haas (3/8), allerdings auch etwas unglücklich. Schon zweimal warf er in dieser Saison Gewinnstellungen weg. So wartet Wilhelm Haas weiter auf seinen ersten Sieg. Einen guten Punkte-Schnitt haben Nazar Ustianovich (1,5/2) und Ihor Nester (2/3). Die beiden Ukrainer, die in Wernauer Diensten stehen, sind für das Team eine Bereicherung.
Mies verläuft die Saison für Carsten Stein (0,5/6). Ihm scheint das Selbsvertrauen zu fehlen. Ordentlich schlägt sich Frank Wiesner (1,5/4) gegen zumeist stärkere Gegner. Die Ersatzspieler Serkan Yildiz (0/3), Oliver Boceck (0/2) und Fahri Yildiz (0/1) waren in ihren Spielen ohne Chance. Cahit Yildiz (0,5/3) schaffte gegen Ulm immerhin ein Remis.






Hagen Stegmüller


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